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Haus T - Rietberg

Am Beginn stand die Diskussion, was überhaupt passieren solle: Abriss des alten Hauses und stattdessen ein Mehrfamilienhaus als Investitionsobjekt oder der Neubau eines barrierefreien Bungalows. Schlussendlich wurde aufgrund der persönlichen Bindung an das Haus beschlossen, dieses umzubauen und auf die neuen Bedürfnisse anzupassen.

Im Innenraum hat sich konstruktiv wenig geändert. Durch eine geschickte Umnutzung der Räume entsteht jedoch eine völlig neue Raumfolge. Der Anbau nimmt das große offene Wohn- Esszimmer auf, das man vom alten Flur betritt. Es wurde auf eine Zwischenebene verzichtet, so dass ein beeindruckender lichtdurchfluteter Raum entstanden ist. Die Tür zwischen Küche und Flur wurde geschlossen, stattdessen öffnet sich die Küche mit einer großen Schiebetür zum Essbereich.

Durch die zusätzliche Fläche im Anbau ist das Erdgeschoss jetzt eine vollständig barrierefrei nutzbare Wohneinheit. Im Obergeschoss kann später eine kleine Wohneinheit für eine Pflegekraft eingerichtet werden.

In der Gestaltung wurden die Schönheit der fünfziger Jahre Architektur mit ihren klaren Linien, den schlichten Details und der Verzicht auf unnötige Verzierung aufgenommen und weitergeführt. Es wurde bewusst entschieden, den Anbau in der gleichen Formensprache wie das Haupthaus auszuführen und er ist zum kleinen Bruder des Haupthauses geworden.

Das Objekt wurde vollkommen energetisch saniert. Geheizt wird heute mit einer Pelletkesselanlage. Das Dach und die Fassade wurden mit ökologisch vertretbarer Mineralwolle gedämmt. Auch bei der Entscheidung für die Fassade war das bisherige Erscheinungsbild richtungsweisend und es wurde ein Edelkratzputz aufgebracht.

Auch im Innern wurde behutsam das Bestehende auf seine, teils verborgene Qualität geprüft. So wurden beispielsweise die alte Treppe und auch der Fußboden im Obergeschoss erhalten und neu aufgearbeitet. Gerade die Patina der langjährigen Nutzung macht die Qualität dieser Einbauten aus. Neue Elemente wie die Fenster und auch die Eichen-Dachüberstände wurden auf die bereits vorhandenen Materialien abgestimmt.

Durch diesen sensiblen Umgang mit dem Bestand ist ein stimmiges Gesamtensemble aus Alt und Neu, sowohl in Nutzung als auch in der architektonischen Sprache entstanden. Durch die Verwendung von hochwertigen Materialien kann dieses Objekt auch noch für weitere Generationen ein Zuhause werden.

 


 

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Jonathan Gröne und Arvid Gröne
Architekten

 

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