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Halle S

Durch unsere Erfahrung mit Häusern mit einer langen Geschichte sind wir es gewohnt die Struktur des Hauses herauszuschälen und für jede Ecke eine passende Lösung zu erarbeiten, statt eine homogene Planung darüber zu ordnen. In diesem Industrieobjekt ohne Vergangenheit wurde die funktionale Struktur des jungen Bestandes als Thema aufgegriffen und mit neuen Materialien zu einer ganz eigenen Architektur verwebt.

Die tragenden Elemente aus Stahlbeton werden genauso wie die Rohr- und Kabelführungen unter der Decke offen gelegt und zu wichtigen gestalterischen Elementen herausgearbeitet. Die Fertigbetonteilwände des Treppenhauses wurden „nur“ geschliffen. Die eigentlich „schlechte“ Einfüllseite ist zu einem Unikat geworden, die durch punktuelle Beleuchtung noch in ihrer Tiefenstruktur verstärkt wird.

Der Eye-Catcher des Projektes, der schon von weitem alle Blicke auf sich zieht, ist der mit Aluminium-Paneelen verkleidete Besprechungsraum, der bis zu 5 Meter aus der Fassade herauskragt. Auch im Innern bricht er mit der vorgegebenen Struktur und präsentiert sich als Raum im Raum. Das dafür notwendige Stahltragwerk ist im Innern sowohl in den Wänden als auch im Fußboden ablesbar und gibt diesem Raum seine ganz eigene Atmosphäre und Ausrichtung.

Auch die Grundrissstruktur weicht mit der offenen Raumfolge der vielfältig nutzbaren Aufenthalts- und Kommunikationsorte klar vom klassischen Bürostandard ab. Die moderne Interpretation einer alten Fachwerkwand trennt diese Funktionen, lässt jedoch mit den verglasten Gefachen auch hier eine Kommunikation zu. Diese Wände sind bewusst schräg zur Außenhaut eingestellt, so dass jedes Büro eine eigene Identität bekommt und die mäandernde Raumfolge subtil in verschiedene Bereiche gegliedert wird ohne dass ihre Zusammengehörigkeit verloren geht.

 


 

Ihre Ansprechpartner


Jonathan Gröne und Arvid Gröne
Architekten

 

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