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Anbau H

In einer Delbrücker Wohnsiedlung weht seit kurzem ein neuer Wind.

Dies liegt nicht nur an dem umgesetzten Anbau, der sich deutlich von der umgebenden Bebauung abhebt, sondern vor allem an dem gemeinschaftlichen Willen der Nachbarschaft diesen zu ermöglichen und dafür den nicht mehr zeitgemäßen Bebauungsplan zu verändern.

Der Neubau ist durch seinen Baukörper mit Flachdach und die Materialität der Holzfassade deutlich vom Bestand abgesetzt. Hier wohnt die junge Familie, deren Eltern im alten Haus leben.

Beide Teile sind voneinander unabhängig zu nutzen, gleichzeitig jedoch im Obergeschoss so aneinander gedockt, dass bei einer Veränderung der Nutzerbedürfnisse durch Familiennachwuchs die Wohnfläche neu verteilt werden kann, die sonst durch eine vorrangige Bewohnung des Erdgeschosses seitens der Elterngeneration ungenutzt bleiben würde.

Im verhältnismäßig kleinen Anbau ist jede Ecke sinnvoll genutzt und es werden so gut wie keine Flächen als reine Laufflächen verschenkt. So funktioniert der lange „Flur“ im Obergeschoss gleichzeitig als großzügige Ankleide.

Im offen gestalteten Grundriss des Erdgeschosses fungiert die Treppe als Abtrennung zwischen den dienenden Räumen und dem weitläufigen Wohnraum, der fließend in den geräumigen Koch- und Essbereich übergeht.

Während der, dem Bestand nah liegende Teil sich eher geschlossen zeigt, öffnet sich das Gebäude Richtung Garten mit großformatigen Fensterflächen. So werden beide Parteien im alltäglichen Wohnen nicht voneinander bedrängt und das Miteinander ist kein Muss, sondern ein Kann.

Der Anbau H ist damit ein Vorreiterprojekt und überzeugendes Beispiel dafür, dass durch eine dichtere Bebauung ein Mehrwert für die Bewohner geschaffen wird.

  • Übergang Neu- und Altbau
  • Eine der ersten Entwurfsskizzen
  • Anbau heute
  • Ansicht Nord
  • Ansicht West
  • Eingang mit Küche
  • Koch-/Essbereich
  • Kochinsel
  • Treppenaufgang und Wohnbereich
  • Skizze Flur
  • Flur heute
  • Blick ins Zimmer

 


 

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Jonathan Gröne und Arvid Gröne
Architekten

 

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